Hundeerziehung - Kurse für angehende Hundehalter / Halter von Junghunden - Beratung - Einzelunterricht  - Gerne nehmen wir Ihren Hund über die Ferien auch in Pension
 

 Smart Dogs Angelica Hasler
 Fluhweg 11
 4324 Obermumpf
 Tel. 079 - 322 37 85
 e-mail mail@smart-dogs.ch

 
 
 
   

Erste Tage im neuen Zuhause

Seine Erziehung beginnt vom ersten Tag anDie ersten Tage sind entscheidend für das gesamte weitere Zusammenleben mit Ihrem Hund. Vor dem Einzug des Vierbeiners sollten Sie bereits die Grundausstattung besorgen. Dazu gehören zwei Näpfe für Futter und Wasser, Leine, Halsband, Futter, Decke, Korb und Spielzeug wie Kaufknochen oder Ball. Der Platz für die Fütterung sollte so bestimmt werden, dass der Hund unbehindert und in Ruhe fressen kann. Der Gang ist also denkbar ungeeignet. Auch der Schlafplatz will mit Bedacht gewählt sein: Hier ist nicht nur darauf zu achten, dass das Tier ungestört und in einem Gefühl der Sicherheit schlafen kann, sondern auch, dass zumindest Hörkontakt zum Halter besteht, den er als Rudelführer betrachtet. Ideal ist beispielsweise das Schlafzimmer. Ist dies nicht möglich oder nicht erwünscht, kann ein Platz vor dem Schlafzimmer eine gute Alternative sein.

Ebenfalls vorher sollten Regeln aufgestellt werden, was für den Hund nun erlaubt ist und was nicht (z.B. ob er aufs Sofa darf oder nicht). Diese Regeln muss man von Anfang an durchsetzen, weil es für das Tier viel schwieriger ist, erst alles zu dürfen und nachher umlernen zu müssen.

Ganz allgemein sollte die Erziehung sofort beginnen, insbesondere, da für Hunde gedächtnismässiges Handeln wesentlich ist; für Junghunde ist es besonders wichtig, sie bereits vom ersten Tag an auf Stubenreinheit zu erziehen.

Wenn der Hund nun abgeholt wird, sollte man vor dem Betreten der Wohnung einen ausgiebigen Spaziergang mit ihm unternehmen (allenfalls bereits vom Züchter/Tierheim aus). Im neuen Heim muss man dem neuen Familienmitglied erst einmal Zeit lassen, sich umzusehen, das neue Territorium kennenzulernen und vor allem richtig zu erschnüffeln.

Wichtig ist, nun erst einmal langsam anzugehen, ihm Zeit zu geben, sich einzugewöhnen. Vermeiden sollte man, dass mehrere Familienmitglieder ihn gleichzeitig locken oder zum Spielen animieren. Überhaupt sollte man den Hund nicht zu sehr bedrängen, ständig mit ihm spielen wollen oder streicheln und Leckerli geben (das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für viele Erwachsene). Man sollte raschmöglichst zum normalen Tagesrhythmus übergehen. Da der Hund bereits vom Tierheim oder Züchter aus tierärztlich untersucht worden sein sollte, empfiehlt es sich, mit dem Besuch des Tierarztes noch einige Zeit zuzuwarten, bis sich der Hund richtig eingewöhnt hat am neuen Platz.

In den ersten Tagen sollte man Reizüberflutung vermeiden, vor allem also möglichst keine Besuche empfangen und mit dem Hund auch keine unternehmen. Die Umstellung aufs neue Zuhause ist ohnehin schwierig. Entsprechend wird das neue Familienmitglied in den ersten Tagen noch sehr unruhig sein, vor allem auch nachts. Wichtig ist, dass ihm von Anfang ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit vermittelt wird.

Um dem Hund die Umstellung zu erleichtern, sollte zumindest eine kleine Menge des bisherigen Futters vorhanden sein. Nachher wird - sofern erwünscht - nach und nach zum neuen Futter gewechselt. Sollte der Hund in den ersten Tagen schlecht fressen, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Es hat auch keinen Zweck, übereilt verschiedene Futtermarken auszutesten. Am ratsamsten ist es, dem Hund den gefüllten Napf hinzustellen und nach ca. 10 Minuten kommentarlos wieder wegzunehmen. Erst bei der nächsten Mahlzeit erhält der Hund wieder etwas zu fressen.

Lange Spaziergänge verstärken die BindungMit langen Spaziergängen kann dem Vierbeiner die Eingewöhnung zusätzlich erleichtert werden, während man auf Freilauf am Anfang noch gänzlich verzichten sollte. Dadurch verstärkt sich auch die Bindung zum Halter. Dabei (wie auch in der Wohnung) sollte das Verhalten des Hundes beobachtet werden, besonders auch, wie er sich gegenüber Artgenossen und Menschen verhält.

Obwohl man dem neuen Familienmitglied die Umstellung idealerweise erleichtert, indem man sich einige Tage oder Wochen Urlaub nimmt, sollte sich das Tier bereits zu Beginn an den normalen Tagesablauf gewöhnen (Junghunde können jedoch auch nach Ablauf des Urlaubes noch nicht für zwei bis drei Stunden allein gelassen werden; hier gilt es vorher abzuklären, ob das Tier beispielsweise zur Arbeit mitgenommen werden darf). Der Rhythmus, die eingangs erwähnten Regeln und die ersten Schritte in der Erziehung erleichtern dem Hund die Umstellung beträchtlich. Freilich wird er sich am Anfang noch anders benehmen als später, im guten wie im schlechten Sinne. Anfängliche Macken können verschwinden, während damit zu rechnen ist, dass der Hund irgendwann die Grenzen des Erlaubten genauer ausloten wird.

   
 
 
© Angelica Hasler - Design FZ Solutions F. Zimmermann